Mittels ETF auf dem Geldmarkt investieren: Neu-Emission an der SIX 09.12.2008

Cash is king: Die Investoren parkieren ihr Geld derzeit am liebsten in sicheren, kurzfristigen Anlagen. Produkte, über die sich in den Geldmarkt investieren lässt, sind enorm gefragt. Vor allem kostengünstige Exchange Traded Funds (ETF), die Geldmarkt-Indizes abbilden, haben sehr hohe Mittelzuflüsse.

Das entsprechende Produkt der Deutschen Bank verzeichnete bis Ende Oktober die höchsten Zuflüsse aller europäischen Billigfonds.  Das zeigt die Marktstatistik der britischen Bank Barclays. «Und in den nächsten Tagen wird unser ETF auf den Eonia Total Return Index die 5,5-Milliarden-Euro-Grenze knacken und damit zum grössten europäischen Exchange Traded Fund» sagt Thorsten Michalik, der bei der Deutschen Bank für den ETF-Bereich verantwortlich zeichnet.



An der Schweizer Börse (SIX) ist dieses Produkt noch nicht erhältlich. Dafür lässt sich ab morgen der Geldmarkt-ETF der Konkurrenzgesellschaft Lyxor, einer Tochterfirma der Société Générale, an der SIX handeln. Der Lyxor ETF Euro Cash (Eonia) wird der erste Geldmarkt-ETF an der SIX sein. Das bereits in Paris, Mailand und Frankfurt kotierte Produkt hat die vierthöchsten Zuflüsse in Europa und derzeit ein Volumen von 2,5 Milliarden Euro.

Beide Geldmarkt-ETF zeichnen die Entwicklung des Euro Overnight Index Average (Eonia) nach. Dieser Index ist einer der wichtigsten Geldmarktsätze im Euro-Währungsraum. Er spiegelt den Zinssatz wieder, zu dem sich die Banken untereinander Geld für einen Tag ausleihen, und wird täglich berechnet. Aktuell steht der Eonia bei 2,89 Prozent pro Jahr

Wegen der Liquiditätsspritzen und Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) ist er zuletzt stark gesunken. Doch für Investoren, die kurzfristig Euro-Cashbestände parkieren wollen, ist eine Anlage in einen Geldmarkt-ETF auf den Eonia nach wie vor sinnvoll. 2008 hat der Lyxor-ETF Euro Cash (Eonia) den Anlegern bisher eine Rendite von 3,9 Prozent gebracht. Entscheidend sind bei einem ETF auch immer die Kosten. Die beiden Geldmarkt-ETF sind gleich teuer: Die Deutsche Bank und Lyxor verlangen Gebühren von 0,15 Prozent pro Jahr.

Quelle: Cash Daily, 09. Dezember 2008